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Landeswettbewerb "Stadt macht Platz -
NRW macht Plätze"


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Engeraner „stolz wie Oskar“


Uwe Kauscher, Allo Assmann, Dinah Hoppenstedt, Echard Assler, Volker Möllering


Entwurf zur Umgestaltung des Königin-Mathilde-Platzes unter den Landessiegern

Enger/Köln (uki). Die Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt: Im dritten Anlauf konnte sich die Stadt Enger in die Gewinnerliste des Wettbewerbs „Stadt macht Platz – NRW macht Plätze“ einreihen. Der aktuelle Entwurf zur Umgestaltung des Königin-Mathilde-Platzes wurde am Mittwoch in Köln als förderungswürdiges Projekt ausgezeichnet. Nun dürfen die Engeraner mit einer Kostenbeteiligung des Landes bei der Verwirklichung des Entwurfs rechnen.
Die erfolgreiche Planung entstand aus Ideen des „Stammtisch Barmeierplatz“, die der Bünder Landschaftsplaner Michael Pottebaum – immer in der Diskussion mit der Engeraner Gruppe in eine Detailplanung umsetzte. Die dipl. Designerin Dinah Hoppenstedt aus Westerenger gab den Wettbewerbsunterlagen den letzten optischen Schliff und gestaltete auch die Homepage des „Stammtisch Barmeierplatz“ (www.stammtisch-barmeierplatz.de). Die Stadt Enger reichte schließlich den fertigen Entwurf fristgerecht in Düsseldorf ein.
Voller Spannung fuhren am Mittwoch die Stammtischmitglieder Allo Aßmann, Uwe Kauscher, Volker Möllering und Dinah Hoppenstedt und Eckhard Assler als Vertreter der Stadt Enger nach Köln zur Preisverleihung.Mittags konnten sie die frohe Botschaft nach Enger übermitteln und waren, umgeben von Presse, Funk und Fernsehen, natürlich in allerbester Stimmung. „Wir sind keine Loser’“, frohlockte Uwe Kauscher am Telefon.





  Damit spielte er auf die zwei früheren Wettbewerbe an, in denen die Engeraner nur Erfahrungen sammeln konnten – das aber gründlich, wie sich jetzt zeigte. Da auch die Stadt Enger das Projekt weiter unterstützte, machte sich der „Stammtisch“ an das Thema „Königin-Mathilde-Platz“.
Diesmal haben die Hobby-Stadtplaner und ihre Helfer für den Wettbewerb alles richtig gemacht.In der Urkunde des Landes NRW heißt es: „Das Projekt wird für seine gute Prozess- und Gestaltqualität prämiert und unter Berücksichtigung der Jury-Empfehlungen zur Realisierung empfohlen.“ Einzige Auflage der Jury: Der Entwurf muss noch um einige kleine Überarbeitungen ergänzt werden.
Die Widukindstädter und ihre Mitbewerber wurden im Kölner Rathaus von Oberbürgermeister Fritz Schramma und dem Minister für Bauen und Verkehr NRW Oliver Wittke begrüßt und waren anschließend „stolz wie Oskar“. Der erste Anruf in die Heimat ging an Bürgermeister Klaus Rieke.
Mit einer Dombesichtigung und „ein paar Kölsch“ endete für die fünf Reisenden ein einzigartiger Tag.
(Text: NW, 8.12.2005)
Stadt macht Platz- NRW macht Plätze

Das Thema ist nicht neu: Öffentliche Räume, seien es Plätze oder Straßenräume, Fußgängerzonen oder Parks, sind seit jeher ein zentrales Thema der Stadtentwicklung. Öffentliche Räume waren und sind unentbehrlich als Orte der Annäherung und des Austausches, als soziale und kulturelle Aktionsräume, als Orte des Handels und des Verkehrs, aber auch als Aushängeschild und „Gesicht“ einer Stadt.
Das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen will mit dem Modellvorhaben „Stadt macht Platz – NRW macht Plätze” Anstöße für einen innovativen Umgang sowie eine qualitätsorientierte Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums geben.

Am Beispiel ausgewählter Projekte sollen eine neue Stadt- und Platzkultur umgesetzt, zeitgemäße Nutzungsformen beispielhaft realisiert und neue Wege der Planung erprobt werden.

Die mit der Auslobung angestrebten Impulse sollen auf drei Ebenen wirksam werden:
Innovationen im Planungsprozess: Der Wettbewerb soll Kommunen die Möglichkeit bieten, neue Wege der Planung und Beteiligung zu erproben, um eine vor Ort entwickelte Gestaltung und Aufwertung öffentlicher Räume zu erreichen. Dabei kommt der Interdisziplinarität der Planung eine wichtige Rolle zu.
Beispielhafte Lösungen: Die prämierten Projekte sollen als Vorbild für eine kreative Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums wirken und kraft ihres guten Beispiels für mehr Stadtbaukultur werben.
Diskussionsforum Stadtkultur: Der Wettbewerb soll den Fragen, wie die Stadtgesellschaft den öffentlichen Raum zukünftig nutzt und wie er an die neuen Bedürfnisse gestalterisch angepasst werden kann, ein Forum bieten.

  Gesucht werden Lösungen, die sich sowohl durch hochwertige Gestaltung, hohen Gebrauchswert und intelligente Nutzung als auch durch gut durchdachte, zeitgemäße Verfahren für die Neu- oder Umplanung von Plätzen auszeichnen.
Die Landesregierung hat vor, im Rahmen der Wettbewerbsserie „Stadt macht Platz – NRW macht Plätze“ bis zu 50 Plätze in nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden auszuzeichnen und deren Realisierung zu begleiten.
Zur Teilnahme am Landeswettbewerb sind Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen zugelassen. Architekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, Initiativen und bürgerschaftliche Gruppen können einen Wettbewerbsbeitrag nur gemeinsam mit einer Stadt oder Gemeinde einreichen, die ihre Bereitschaft erklärt, den Wettbewerbsbeitrag umzusetzen.

 

Mehr Informationen finden sie unter: http://www.stadtmachtplatz.de