Stadtrundgänge 2003
Um den Blick der Engeraner auf ihren eigenen Wohnort zu lenken und sie für dessen Erscheinungsbild aufmerksamer zu machen, hatte sich der Stammtisch Barmeierplatz Anfang 2003 Sonderaktionen für den Stadtkern ausgedacht: Stadtrundgänge der anderen Art zum Thema „Öffentlicher Raum gestern, heute und morgen“. Unterstützung fand die Agenda-Gruppe beim Team des Widukindmuseums (zu dieser Zeit im Gerbereimuseum eingesetzt) und beim Verein Kleinbahnmuseum Enger. Dieses Angebot richtet sich seitdem in jedem Sommer an alle Engeraner, Alt- und Neubürger gleichermaßen, und auch an auswärtige Gäste. Dabei können sich die Besucher auf kurzen Wegen verschiedene Teile des historischen Stadtkerns „erlaufen“ oder Ortsteile „erradeln“. Mit Hilfe von Fotos und Beschreibungen werden dabei auch Veränderungen im Stadtbild veranschaulicht. Dazu gibt es unterhaltsame „Dönekes“. Die Besucher haben dabei viel Freiraum für eigene und gemeinsame Entdeckungen und können ausgewählte Ansichten der Stadt in Ruhe einmal „ganz anders“ und sehr genau betrachten. Es lassen sich viele wenig beachtete Kleinode finden, die erhalten oder noch mehr hervorgehoben werden könnten. Oder man wünscht sich hier und da die Beseitigung von „Schandflecken“. Erinnerungen der Besucher oder Anregungen zur Stadtgestaltung der Zukunft nehmen die Organisatoren gern entgegen. Gucken kann jeder – wenn er denn will. Und manchmal füllt sich dabei das Motto des Stammtisch Barmeierplatz „Je Enger, desto besser“ mit neuer Bedeutung.
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13.5.2003: Kleinbahn - Matthias Rasche, Ulrike Kindermann
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Die Besucher amüsieren sich über die Geschichte "Zug verpasst". Presse NW |
Auf den Spuren der Kleinbahn Der Weg ist nicht lang, man kann gemütlich auf der alten Kleinbahntrasse in Enger wandeln, den Blick dabei rechts und links schweifen lassen und in ca. 10 Minuten von der Ringstraße bis zur Herforder Straße (ehemals Haltestelle Enger Wörde) gelangen. An diesem Abend jedoch war es nicht zu schaffen. Die versammelte Gruppe von rund 30 interessierten Gästen erlebte den Weg in ungewohnter Weise und Länge. In 1,5 Stunden stellten die Organisatoren die Veränderungen Engers anhand alter Bilder dar und brachten mit Unterstützung der Gäste Erinnerungen und amüsante Geschichten rund um die Kleinbahn zu Gehör.(mehr...) |
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Viel Rätselei gab es um dieses Bild des Engeraner Fotografen Siegfried Baron, bis die richtige Perspektive entschlüsselt wurde. Es zeigt die „Alte Schänke“ an der Bielefelder Straße von der gegenüberliegenden Ecke am Hasenpatt aus – durch zwei Fenster des kleinen griechischen Restaurants gesehen. Wer Lust hat, weiteren verrätselten Ansichten aus Enger auf die Spur zu kommen, kann den Fotoband „UnVertrautes AnVertrautes“ kaufen. Der besondere Bildband ist noch im Widukind-Museum erhältlich. Auch so kann man unterhaltsam trainieren, „neu hinzugucken“. |
Von der Seelbornquelle, die im Keller des Restaurants
„Bei Echterbeck“ ganz versteckt sprudelt, vorbei an alten Häusergiebeln,
modernen Fassaden, kleinen Geschäften und auch längst verschwundenen
Engeraner Lebenszeichen in der Bielefelder Straße bewegte sich das Grüppchen
der Rundgänger. Es ging zur Bolldammbachbrücke, zur alten Gerberei und
durch das erste Stück des sagenumwobenen „Hasenpatt“. (mehr...)
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27.5.2003: Bielefelder Str. & Hasenpatt - Marianne
Homeier, Ulrike Kindermann
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30 Besucher kamen mit Regenschirmen. Zur Belohnung wurde
das Wetter dann immer angenehmer. Treffpunkt war die Bahnhofstraße 15
– heute Stadtbücherei, früher Progymnasium. Von hier aus kann man sich
nach Süden straßenfrei durch enge Durchgänge hindurch bis in die Maiwiese
bewegen. Die Besucher kamen auf dem Weg zu einigen erstaunlichen Erkenntnissen.
Am Bolldammbach gab es eine Abenteuergeschichte
zu hören.
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10.6.2003: Treppen & Mäuerchen - Heidi Bartsch,
Ulrike Kindermann
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Manche versteckten Wege in Enger waren nicht allen Besuchern bekannt. Foto uki |
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24.6.2003: Burgstraße - Regine Bürk-Griese,
Ulrike Kindermann
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An der Steinstraße, Ecke „Am Anger“ begann der Gang durch die Burgstraße. Foto Harald Wurm |
Die Burgstraße war einst als „Bummel“ der Lebensmittelpunkt
der Stadt. Das ist sie auf andere Weise immer noch, und darum kann man
sie gar nicht genug wohlwollend und kritisch betrachten. Handwerksbetriebe,
Misthaufen vor den Häusern und Gärten dahinter haben die Straße früher
geprägt. Da gab es viel zu erzählen und zu vergleichen und außerdem
eine Rekordbeteiligung: über 60 „Mitläufer“!. (mehr...)
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Ehemalige Kellerstraße – an dieser Stelle liegt jetzt der Königin-Mathilde-Platz. Foto Sammlung Brakensiek |
Drei Plätze mit extrem unterschiedlichem Charakter sind
die Objekte dieses Stadtrundgangs in Enger. Am sagenhaften Glockenturm
der Stiftskirche gingen die Stadtbetrachter los, um von dort aus Kirchplatz,
Barmeierplatz und Königin-Mathilde-Platz unter die historische Lupe
zu nehmen und Blicke in eine zukünftige Entwicklung zu wagen. Den Titel
des Rundgangs haben die Veranstalter aus den Plänen des Kasseler Büros
„Loma“ übernommen, mit denen Enger in diesem Jahr am Landeswettbewerb
zur Platzgestaltung teilnimmt. (mehr...)
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8.7.2003: Auf die Plätze! - Harald Wurm, Ulrike
Kindermann
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Zu Fuß, per Rad, mit Bus und Bahn Auf diesem Rundweg ging es darum die Entwicklung der Fortbewegung und die Möglichkeiten, die dadurch für Enger entstanden, aufzuzeigen. Welche Auswirkung hatte die Erfindung des Fahrrads, welche neuen Perspektiven brachte die Kleinbahn mit sich? Wie veränderte sich das Stadtbild durch das Ende der Kleinbahnzeit, warum mussten innerstädtische Hauptverkehrswege durch den zunehmenden Busverkehr neu geleitet werden? Klar ist, dass bei dem Motto des Tages sich keine Fragen um das Automobil drehten. Ganz überraschend traf die Gruppe von Stadtrundgängern zwei Bekannte auf einem ungewöhnlichen Gefährt. Und da das Duo Druschba auch seine Gitarren dabei hatte, gab es eine musikalische Kostprobe. (mehr...) |
21.9.2003: Ohne mein Auto in die Stadt - Ulrike Kindermann,
Matthias Rasche
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Der Barmeierplatz blieb an diesem Sonntag autolos. Die Stadtrundgänger starteten hier ihren Gang durch die Geschichte der Fortbewegung. Presse NW |








