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Der Königin-Mathilden-Platz in Enger hat als Projekt der Initiative
"NRW macht Plätze" teilgenommen.
Im Vordergrund stand die Aufwertung der derzeitig prekären städtebaulichen
Ausgangssituation, die sich durch folgende Punkte kennzeichnet:
- Abkopplung des Platzes zur Altstadt
- Bloße Nutzung als Querverbindung
- Trostlose Eingangssituation der Wohnhäuser
- Trister Anblick des Platzes für Besucher der Restaurationen
- Hässliche Platzkarten
Grundvoraussetzung für das Funktionieren des Platzes ist die Verknüpfung
mit der Altstadt. Das verbindende Gelenkstück wird mit der Verlegung
der Tiefgarageneinfahrt geschaffen.
Vom Barmeier-Platz gelangt man auf die breite Bühne und überblickt
eine kontrastreiche einladende Szenerie, dessen Motto auf Kirschblüten
und Kräutern basiert.
Die Kirschblüten
Ein Zierkirschentor flankiert die Bühne und eine "Süße
Reihe" aus Zierkirschenbäumen bildet die neue westliche und
südöstliche Platzkante.
Diese Blütenwolken stehen als Namensgeber des jährlichen an
diesem Ort stattfindenden Kirschblütenfestes und schenken dem Platz
mit seinem kulturellen Ereignis eine greifbare Verbindung. Ungewollte
Sichtbezüge blenden diese Blütenbäume gekonnt aus.
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Das Kräuterbett
Die Duftkissen
aus Kräutern spielen auf die Tätigkeit der Nonnen an, die
um die Heilwirkung der Kräuter wussten, wie Königin Mathilde,
die Namensgeberin dieses Platzes.
Die Bühne wartet, als Verbindungselement der Plätze,
auf verschiedenste kulturelle Ereignisse. Von hier schaut man in den Lichtwürfel
der Tiefgarage. Das Dach des hoch auftragenden Lichtwürfels ist bei
Festen auf die Bühne verschiebbar und nimmt die Bühnentechnik
auf.
Eine lichtglitzernde Wassergardine, von der Bühnenseite
hinunter in die Tiefgarage, erhellt die untere Ebene und schafft eine
positive Stimmung. Im Zentrum des Königin-Mathilden-Platz liegt
das Kräuterbett, umschwebt von den ätherischen Ölen der
kultivierten Kräuter.
Eine über 2m hohe Wasserwand bildet den bewegten Abschluss der
Lichtachse und des Kräuterbettes und schafft eine ruhige Geräuschkulisse.
Der neue Platz schafft einen hohen Lustgewinn für Bewohner und
Besucher. Zum einen schenkt er den Hausbewohnern eine attraktives einladendes
Entree - den am Platz ansässigen Restaurationsbetrieben neue werbewirksame
Freiraumqualitäten für die Außengastronomie, zum anderen
bietet die neue Energie des Platzes eine starke eigene Identität
und schenkt vielfältige Sinneseindrücke. Er wird seiner Bedeutung
als städtischer Treffpunkt, als Fest- und Quartiersplatz gerecht.
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